Artikel vom 02.09.2015 Ulf Pape, Nahuel Lopez

„ Das muss doch mal einer merken, dass das witzig ist.“

Von den einen als Trash verlacht, machten die anderen Scooter zu einem Phänomen von Dauer: 30 Millionen verkaufte Alben und ein 20 Jahre dauer-shoutender Frontmann mit blondierten Haaren. HP Baxxter ist eine Ikone unserer Zeit geworden. Wir wollten von ihm wissen, wie hardcore er tatsächlich ist.

Tagebuch

24.06.2014

7 Tage Sardinien

29.12.2013

8 Titel

28.08.2013

Dockville

05.08.2013

Heimliche Wahrheit

Merkst du wie Gott Dunkelheit schickt, wenn du so redest, sagte er.
Ja, sagte ich.
Merkst du, wie sehr er darunter leidet, wenn du solche Sachen sagst.
Ja, sagte ich.
Merkst du, wie schändlich Du mit deinen Worten bist?
Ja, sagte ich.
18.07.2013

Das Männliche segnen

Melville Brante hatte auf seinem Penis ein Tatoo. Schwarz in Blau gestochen das Porträt des Chefredakteurs der deutschen Wochenzeitung, DIE ZEIT, Giovanni di Lorenzo. Melville wichste seinen Giovanni voller Hingabe. Er quetschte und er rieb ihn. Er schlug ihn und er streichelte ihn. Am Ende des sich selbst liebkosenden Rituals spritzte er sich in die Hand und seufzte und wurde ohnmächtig. Bis zu zwölfmal am Tag wiederholte er dieses Ritual. Melville Brante war ein ritueller Mensch. Zwischen den Mastubationsanfällen zog Melville Perlenketten auf.

Artikel

„Das ist keine Vision, das ist eine Revolution.“

Er war Greenpeace-Aktivist der ersten Stunde, wollte dann aber nicht nur den verseuchten Rhein retten, sondern als Professor der Chemie lieber gleich die gesamte Industrialisierung in eine neue Ära überführen. Michael Braungart entwickelte mit Cradle-to-Cradle eine Wirtschaftsphilosophie, die das Ende des Mülls verheißt. In seinen Vorlesungen an der Uni Rotterdam sitzen neben Studenten auch CEOs, Ingenieure und Wissenschaftler aus der ganzen Welt. Im Gespräch mit FALL erklärt er, warum es Müll gar nicht gibt.
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26.08.15

Herr Sinasi zeigt uns seine Heimat

Zum Bild deutscher Großstädte gehören sie seit beinah einem halben Jahrhundert.  Wir gehen jeden Tag an ihnen vorbei, aber niemals in sie hinein. „Warum eigentlich nicht?“, fragte mich mein Freund, der Fotograf Denys Karlinskyy. Ein Besuch in türkischen Kulturvereinen in Hamburg-St. Pauli.
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21.11.14

DER LETZTE VORHANG

Anne Backhaus, Ulf Pape
Am 14. Dezember 2013 kamen zum letzten Mal Darsteller direkt vor dem Publikum. Da wusste noch niemand, dass das Hamburger SAFARI, das einzig verbliebene Erotik-Cabaret Deutschlands, für immer schließen würde. Die ehemalige Stripperin Eva Körner und der langjährige Choreograf Jeff Pierron erklären FALL die Welt des kleinen Orgasmustheaters an der Großen Freiheit. Zwei Gespräche über Sex vor Publikum, körperliche Leistungsschau und natürlich den Höhepunkt und den Beifall danach.
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12.08.14

Es klatscht - Aber kein Beifall

Jivan Frenster
Beifall.
Man schlägt seine Handflächen gegeneinander um ein möglichst lautes Geräusch zu erzeugen.
Es klatscht.
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30.07.14

„APPLAUS IST EINE FRAU MIT GROSSEN BRÜSTEN.”

Ulf Pape, Christina Raack
Eine Viertelstunde kommt Moritz Bleibtreu zu früh zum Gespräch mit FALL, fährt im Privatwagen die Auffahrt des Elysée in Hamburg hoch, mit Zigarette im Mundwinkel. Vor ihm liegen zwei Tage in einem kleinen Konferenzraum, ein Interview nach dem anderen, Promotion für den düsteren Thriller „Stereo“, der am 15. Mai in die Kinos kommt. Der 42-Jährige spielt darin eine Art Mephisto, einen Schatten, der einem anderen Mann, gespielt von Jürgen Vogel, auf Schritt und Tritt folgt, ihm Bösartigkeiten einflüstert, um ihn zu einem Verbrechen zu bewegen.
Als einer der gefragtesten Schauspieler seiner Generation kennt Bleibtreu Beifall und Filmpreise ebenso gut wie Kritik und Verrisse. Was ihm all das bedeutet, wollten wir von ihm wissen. Zu der vereinbarten Zeit von einer Stunde für Interview und Foto spendiert er uns die verfrühte Viertelstunde, zu deren Beginn er mit einem beherzten Griff in die Jackentasche des FALL-Reporters greift und eine Schachtel Marlboro herausnimmt. „’tschuldigung. Das sind meine.“ – „Oh, sorry. Deine Jacke sieht aus wie meine. Und wir rauchen die gleiche Marke.“ Wenn es nicht gerade um Jacken geht, ist Bleibtreu hochkonzentriert, redet schnell, reflektiert sein Verhältnis zur Öffentlichkeit, gestikuliert viel. Ein Gespräch über Beifall aus der Sicht eines großen Schauspielers.
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18.05.14